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    75 Jahre Krones – eine Geschichte von Mut, Wandel und Innovation

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    18. März 2026
    6:00 Min.

    Von einer kleinen Werkstatt in Neutraubling zu einem globalen Technologieführer: Die Geschichte von Krones beginnt 1951 mit einer Idee, die größer war als die Werkbank, auf der sie entstand. Was als Handwerksbetrieb startete, wurde Schritt für Schritt zum Innovationsmotor einer ganzen Branche. Getrieben von dem Anspruch, Prozesse besser, effizienter und nachhaltiger zu machen, entwickelte sich Krones vom Maschinenbauer zum Systemanbieter – und schließlich zum globalen Lösungsanbieter für die Getränke-, Lebensmittel- und Prozessindustrie.

    Große Geschichten beginnen selten mit einem großen Knall. Oft starten sie unscheinbar – in diesem Fall in einer kleinen Werkstatt, mit einer Idee und dem festen Glauben daran, dass es immer noch besser geht. So beginnt 1951 in Neutraubling auch die Geschichte von Krones. Hermann Kronseder gründet einen Handwerksbetrieb für Elektromaschinen, fünf Mitarbeiter stehen ihm zur Seite, der Jahresumsatz beträgt 7.245 DM (rund 3.700 Euro). Es ist ein Anfang im Kleinen – und zugleich der Start einer Entwicklung, die die Getränke- und Lebensmittelindustrie weltweit prägen wird. 

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    1951 gründete Hermann Kronseder seinen Handwerksbetrieb für Elektromaschinen.

    Was den jungen Betrieb von Beginn an antreibt, ist nicht Wachstum um seiner selbst willen, sondern das Streben danach, technische Probleme zu lösen. Wie lassen sich Prozesse effizienter gestalten? Wie können Maschinen schneller, präziser, zuverlässiger arbeiten? Diese Fragen bestimmen die frühen Jahre. Bereits 1952 entstehen die ersten halbautomatischen Etikettiermaschinen – damals noch mit einer Leistung von gerade einmal 1.500 Flaschen pro Stunde. Nur wenige Jahre später folgt die erste vollautomatische Maschine. Es sind scheinbar kleine Schritte – doch sie verändern eine ganze Branche.

    Der Aufbruch: vom regionalen Betrieb in die Welt

    Mit jeder neuen Maschine wächst das Unternehmen – und mit ihm der Anspruch. Die Nachfrage steigt, die Mitarbeiterzahlen wachsen, die Technologien werden komplexer. Schon in den 1960er-Jahren wagt Krones den Blick über die deutschen Grenzen hinaus. Das Exportgeschäft beginnt, erste Geschäftsbeziehungen reichen bis nach Japan. Ab 1966 entstehen internationale Tochtergesellschaften, neue Standorte werden aufgebaut und weitere Märkte erschlossen.  

    Aus einem regionalen Unternehmen wird ein internationaler Akteur. Es ist der erste große Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte: der Schritt hinaus in die Welt. Wachstum wird dabei zum Ausdruck einer klaren Vision – Technologie soll Produktionsprozesse weltweit effizienter, sicherer und zuverlässiger machen.

    Der Wandel: von Einzelmaschinen zum Liniengedanken

    Mit dem Wachstum verändern sich auch die Anforderungen der Kunden. Gefragt sind nicht mehr nur einzelne Maschinen, sondern ganzheitliche Lösungen für komplexe Produktionsprozesse. Krones reagiert mit einem grundlegenden Perspektivwechsel.

    In den 1970er-Jahren setzt das Unternehmen mit neuen Hochleistungsaggregaten Maßstäbe in der Etikettiertechnik und steigert Präzision sowie Geschwindigkeit deutlich – bis zu 24.000 Behälter pro Stunde waren möglich. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen sein Portfolio konsequent: Neben Etikettierern entstehen Füllmaschinen, Flaschenreinigungssysteme und schließlich komplette Produktionslinien auf kompaktem Raum, in denen einzelne Maschinen nahtlos zusammenarbeiten: Realität wurde dies 1975 mit dem erste Krones BLOC, der Leerflascheninspektor, Füller und Verschließer, Füllhöhenkontrollsystem, Etikettiermaschine und System zur Etikettensitzkontrolle miteinander kombinierte.

    Aus dem Maschinenbauer wird ein Linienanbieter – eine strategische Entscheidung, die den weiteren Weg des Unternehmens nachhaltig prägt und bis heute das Selbstverständnis von Krones bestimmt.

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    System zur Etikettensitzkontrolle

    Etikettiermaschine

    Füllhöhenkontrollsystem

    Verschließer

    Füller

    Leerflascheninspektor

    Flaschenreinigungsmaschine

    Expansion und Struktur: das Portfolio wird erweitert

    Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und der Börsengang in den 1980er-Jahren schaffen die strukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum und stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig treibt Krones neue Technologien voran – von automatisierten Inspektionssystemen bis zur Verarbeitung von damals modernen Verpackungsmaterialien wie PET. 

    In den 1990er-Jahren nimmt die Vision eines ganzheitlichen Lösungsanbieters endgültig Gestalt an. Verpackungs- und Palettiertechnik, sterile Abfüllverfahren und innovative Prozesslösungen ergänzen das Portfolio. Besonders prägend ist der Einstieg in die Kunststofftechnik mit der Streckblasmaschine Contiform, die neue Möglichkeiten in der PET-Verarbeitung eröffnet.

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    1997 entwickelte Krones die erste Streckblasmaschine: die kompakte, zweistöckige Maschine Contiform zum Erwärmen der Preforms und zum Streckblasen von PET-Flaschen.

    In den folgenden Jahren erweitert Krones sein Portfolio in der Kunststofftechnik konsequent – unter anderem um eigene PET-Recyclinganlagen: Bereits 2002 ging die erste bei einem Kunden erfolgreich in Betrieb und markierte den Einstieg in Technologien für die Kreislaufwirtschaft.

     

    Der nächste Umbruch: Digitalisierung und neue Perspektiven

    Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends verändert sich die Industrie grundlegend. Produktionsprozesse werden digitaler, vernetzter und datengetriebener. Krones stellt sich früh auf diesen Wandel ein. 

    Das Unternehmen richtet sich strategisch neu aus, organisiert sich als internationale Unternehmensgruppe und überschreitet erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Maschinen werden zunehmend vernetzt, Produktionsabläufe simuliert und Daten zur Grundlage von Effizienz und Qualität. Klassischer Maschinenbau verbindet sich mit Softwarekompetenz und digitaler Prozessintelligenz. Die Rolle des Unternehmens wandelt sich erneut: vom Maschinenhersteller zum ganzheitlichen Lösungsanbieter entlang der gesamten Produktionskette.

    Verantwortung übernehmen: Nachhaltigkeit als Leitprinzip

    Mit wachsender globaler Bedeutung wächst auch die Verantwortung. Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft rücken zunehmend in den Mittelpunkt der technologischen Entwicklung. 

    Mit dem Umweltprogramm enviro entwickelt Krones Lösungen, die den Verbrauch von Energie, Wasser und Rohstoffen in Produktionsprozessen messbar reduzieren. Ziel ist es, ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz miteinander zu verbinden – etwa durch energieeffiziente Maschinen, optimierte Reinigungsprozesse, Recyclinglösungen und ressourcenschonende Produktionssysteme. Nachhaltigkeit wird dabei nicht als Zusatz verstanden, sondern als integraler Bestandteil technologischer Innovation. Von der energieeffizienten PET-Produktion über moderne Wasseraufbereitung bis hin zu Lösungen für geschlossene Stoffkreisläufe entwickelt Krones Technologien, die den ökologischen Fußabdruck industrieller Produktion verringern.

    Solutions beyond tomorrow: Zukunft aktiv gestalten

    Heute bündelt Krones seine strategische Ausrichtung auf Innovation und Nachhaltigkeit unter dem Leitgedanken „Solutions beyond tomorrow“. Der Anspruch dahinter ist klar: Lösungen zu entwickeln, die nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern zukünftige Herausforderungen bereits heute adressieren. 

    Dazu gehören ressourceneffiziente Produktionssysteme, klimafreundliche Technologien, digitale Services und Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig steht der Leitgedanke für einen ganzheitlichen Ansatz: Technologische Innovation, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sollen gemeinsam gedacht werden.

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    „Solutions beyond tomorrow“ beschreibt nicht nur eine Strategie, sondern ein Selbstverständnis – den Anspruch, Fortschritt aktiv zu gestalten und Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.

    Innovation als Antrieb – Menschen als Fundament 

    Über alle Jahrzehnte hinweg bleibt Innovation der rote Faden der Unternehmensgeschichte. Mittlerweile verfügt Krones über mehr als 7.000 Patente – ein eindrucksvoller Beleg für die kontinuierliche Entwicklungsleistung.  

    Doch hinter jeder Innovation stehen Menschen. Vom ersten Mitarbeiter in den 1950er-Jahren bis zur globalen Belegschaft von über 21.000 Beschäftigten heute sind es Engagement, Know-how und der Mut, neue Wege zu gehen, die das Unternehmen prägen. Ausbildung, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement sind seit jeher Teil der Unternehmenskultur.

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    Das erste Patent von Hermann Kronseder zur ersten taktweise arbeitenden Etikettiermaschine

    75 Jahre Zukunft

    75 Jahre nach der Gründung blickt Krones auf eine Entwicklung zurück, die von stetigem Wandel geprägt ist. Aus einer kleinen Werkstatt in Neutraubling ist ein international führender Technologiekonzern geworden, dessen Lösungen die Produktion von Getränken, Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten weltweit ermöglichen.

    Die Geschichte von Krones zeigt, dass Fortschritt dort entsteht, wo Neugier auf Verantwortung trifft, wo Visionen in konkrete Lösungen übersetzt werden und wo Veränderung als Chance verstanden wird. Und vielleicht liegt genau darin das Geheimnis dieser Erfolgsgeschichte: dass sie nie stehen geblieben ist – und deshalb auch in Zukunft weitergeschrieben wird.

    18. März 2026
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