Passend zum Tag des Artenschutzes hält eine von Krones betreute Masterarbeit überraschende Ergebnisse bereit.
Bei Krones ist in der Richtlinie „Klima und Umwelt” unter „Biodiversität und Ökosysteme” ein zentraler Umweltstandard definiert, der festlegt, dass negative Auswirkungen auf diese Bereiche vermieden werden sollen. Mit diesem Vorsatz beschäftigt sich das Corporate Sustainability Team bei Krones. Doch wie wirksam sind die gewählten Maßnahmen eigentlich? Und gibt es noch Verbesserungsbedarf? Genau mit diesen Fragen setzte sich 2025 eine Masterarbeit auseinander. Die Ergebnisse liefern uns einen aussagekräftigen Selbstcheck und setzen unsere eigenen Ansätze in einen größeren (Branchen-)Kontext.
Artenschutz: kein Selbstzweck!
Die mit unserem Geschäftsfeld verbundenen Auswirkungen auf die Land-, Wasser- und Bodennutzung fallen geringer aus, als es in anderen Branchen – wie zum Beispiel bei der Forstwirtschaft – der Fall ist. Aufgrund dieses geringen Impacts liegt der Fokus der Nachhaltigkeitsstrategie auch stärker auf den Bereichen Klima und Umwelt. Dass das Thema Biodiversität dennoch ein fester Bestandteil unserer Konzernstrategie sein muss, leitet sich direkt aus dem Krones Zielbild ab. Denn immerhin verpflichten wir uns darin auf die Vision: „Nachhaltige und bezahlbare Lebensmittel für alle und überall“. Und genau dafür braucht es wiederum den Artenschutz, denn: Rund ein Drittel der weltweiten Nutzpflanzenernte hängt von tierischen Bestäubern wie Insekten, Vögeln und Fledermäusen ab. Damit ist der Erhalt der Biodiversität eine notwendige Bedingung für die Ernährung der Menschheit.
Konkrete Maßnahmen bei Krones
Grundlage unseres Biodiversitätsmanagements ist die Analyse möglicher Biodiversitätsrisiken an den globalen Krones Standorten. Diese werden mithilfe des „WWF Biodiversity Filter” ermittelt, der relevante Biodiversitätsdaten verarbeitet und die daraus entstehenden Risiken an Unternehmensstandorten aufzeigt. Die Untersuchungen ergaben, dass Krones seine Produktion in Gebieten mit niedrigem bis maximal moderatem Biodiversitätsrisiko etabliert hat.
Ein weiterer wichtiger Punkt des Nachhaltigkeitsmanagements ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Eine freiwillige interne Befragung im Rahmen der Masterarbeit hat erfreuliche Ergebnisse erzielt: Die Befragten zeigten ein klares Verständnis zentraler Biodiversitätskonzepte und erkannten die Relevanz von Ökosystemleistungen für die Geschäftskontinuität – und das über unterschiedliche Bereiche des Konzerns hinweg. Dazu passt, dass viele der umgesetzten Verbesserungen auf Initiative der Belegschaft entstehen, wie zum Beispiel die Maßnahmen zum Vogelschutz in der Neutraublinger Zentrale.
Insgesamt sind die Erkenntnisse, die durch die Masterarbeit gewonnen wurden, erfreulich – und sogar etwas überraschend: Obwohl Biodiversität für Krones bei einer entsprechenden Analyse als „nicht-wesentlich” eingestuft wurde, schneiden wir in diesem Bereich gut ab. Die durchgeführten Risikoanalysen bilden zusammen mit dem Bewusstsein der Mitarbeitenden für die Rolle der Biodiversität eine solide Grundlage, um sich neben den bereits geltenden Gesetzen auch auf künftige Regulationen und Markterwartungen einzustellen, bevor diese tatsächlich eintreten. Zudem sind wir durch unsere proaktive Haltung im Biodiversitätsmanagement im Vergleich mit anderen Unternehmen aus ähnlichen Industriebranchen gut aufgestellt. Insbesondere im Hinblick auf Partner ist ein solch vorausschauender Ansatz wichtig, da von diesen immer mehr Transparenz im Umgang mit Biodiversitätsrisiken erwartet wird.