schließen
Suche
Suche...
Keine Ergebnisse
    Trend

    Dank Kunststoff-Recycling in eine nachhaltige Zukunft

    Sie müssen Cookies akzeptieren, um diese Funktionalität nutzen zu können.

    „Kunststoff-Abfall ist kein Müll, sondern ein Wertstoff, in dem dank Recycling großes Potenzial steckt.“ Mit diesem Statement macht die Krones Gruppe ihre Haltung klar: Nachhaltigkeit ist Trumpf, ein aktiver Beitrag zur globalen Kreislaufwirtschaft selbstverständlich. Mit Krones Recycling setzt das Unternehmen daher auf wegweisende Technologien und innovative Konzepte für die effiziente Wiederverwertung gebrauchter Kunststoffbehälter und entwickelt so das Recycling von morgen aktiv mit.

    Seit mehr als zwei Jahrzehnten spielt das Thema Recycling in der Krones Gruppe eine zunehmend zentrale Rolle. Perspektivisches Unternehmensziel: Mindestens 30 Prozent des durch Krones in den Markt gebrachten Kunststoffs soll als recycelte Ressource wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden: „Closing the loop“, nennt das Dr. Michael Gotsche, Geschäftsführer der Krones Recycling GmbH.

    Innovationen – bereits im Einsatz

    Sammeln, pressen, bündeln, sortieren, zerkleinern, waschen, weiterverarbeiten – das ist, einfach gesagt, der Recyclingprozess. Vor allem im Bereich des Waschens konnte Krones Recycling bereits Innovationen umsetzen. So wurden neue Waschmodule wie MetaPure Compact entwickelt, die eine effiziente Wäsche des gebrauchten Kunststoffs bei minimalem Wasser- und Energieverbrauch ermöglichen – etwa indem das benötigte Wasser im System verbleibt und immer wieder neu genutzt wird. Für den Kunden bedeutet das deutliche Einsparungen – ohne Abstriche bei der Qualität: Am Ende des Waschprozesses steht hochwertiges Rezyklat in Form von Flakes, die auch zu Food-Grade-Pellets (also Pellets, die für den späteren Einsatz in der Lebensmittelindustrie geeignet sind) weiterverarbeitet werden können. Daneben hat sich auch die Palette der durch Krones recycelbaren Materialien erweitert. Stand zunächst nur das Bottle-to-Bottle-Recycling von PET-Verpackungen im Fokus, können nun auch aus PP, HDPE, PS und sogar PET-Schalen oder Folien aus L(L)DPE hochwertige Rezyklate hergestellt werden.

    Article 53045
    Weniger Feinteile, weniger Platzbedarf, weniger kostenintensiv: MetaPure Compact vereint technische Effizienz mit Profitabilität.

    All diese Innovationen stehen für den ausdrücklichen Anspruch des Unternehmens, auf dem Gebiet innovativer Recycling-Lösungen zu den weltweiten Technologieführern zu gehören – und somit den Kunden nicht nur gute, sondern wegweisende Lösungen anbieten zu können. 

    Um diese zu entwickeln, wurde eine eigene Anlage für Forschungszwecke und Kundentests aufgebaut: Im Krones Recycling Technology Center können Tests und Analysen auf einer Industrieanlage im kleinen Maßstab durchgeführt und erforscht werden. „Aktuell wird hier zum Beispiel eine neue Lösung für das Waschen von LDPE entwickelt“, verrät Matthias Dawartz, der bei Krones Recycling für die globale Projektabwicklung und Verfahrenstechnik zuständig ist. 

    Auch andere Anlagen, Module und Maschinen werden hier unter Laborbedingungen stetig weiterentwickelt – stets mit einem Auge auf die möglichen künftigen Marktanforderungen und -entwicklungen. „Forschung und Entwicklung sowie Innovationen sind nicht optional, sondern entscheidend für Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit“, fasst Geschäftsführer Gotsche die Idee dahinter zusammen.

    Regulatorik als Wachstumsmotor: mit Hightech zur Kreislaufwirtschaft von morgen

    Aber wie betreibt man eigentlich wirtschaftliches Recycling? „Aktuell ist es so, dass neue Kunststoffe, sogenannte Virgin Plastics, aufgrund des niedrigen Ölpreises auf dem Markt günstiger zu haben sind als recycelte Kunststoffe“, erklärt Dr. Michael Gotsche. „Deswegen ist die Regulatorik so wichtig für uns.“ Denn strengere Recyclingquoten und Nachhaltigkeitsauflagen funktionieren wie ein Innovationsmotor. „In der Europäischen Union sollen zukünftig alle Verpackungsmaterialien Recyclingquoten haben, also beispielsweise auch Verpackungsfolien, für die es heute noch keine ausreichenden Recyclingtechnologien und -kapazitäten gibt. Hier sind wir bereits in die Forschung und Entwicklung eingestiegen“, sagt Gotsche. 

    Genau hier öffnet sich für Krones Recycling ein Feld voller Chancen: Denn je höher die Anforderungen steigen, desto mehr treiben sie neue Technologien, Prozesse und Ideen voran. Und das Unternehmen arbeitet bereits daran, die entscheidenden Weichen für die nächsten Entwicklungsschritte zu stellen.  

    So beschäftigen sich die Experten aktuell mit verschiedenen Fragen rund um Prozessoptimierung und Qualität. Beide Themen werden im Hinblick auf weltweite Regularien künftig eine noch größere Rolle spielen. Denn neben deutlich schärferen EU-Vorgaben, etwa mit Plastiksteuern, verpflichtenden Rezyklatanteilen und kommenden Pfandsystemen, zeichnen sich vergleichbare Entwicklungen auch auf internationalen Märkten ab. 

    Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung in Sachen Feinteil-Produktion, um Materialverluste weiter zu reduzieren und Ausbeuten zu steigern. Erste Ansätze laufen bereits, weitere Potenziale werden sukzessive erschlossen. Durch technologische Weiterentwicklungen, etwa im Bereich hybrider Prozesse sowie im Hinblick auf Materialinnovationen, will Krones Recycling die Qualität und Ausbeute von Rezyklaten so verbessern, dass sie die Anforderungen des Gesetzgebers zuverlässig erfüllen und zugleich wirtschaftliche Vorteile für Betreiber schaffen. Forschung und Entwicklung werden damit zum Schlüssel, um aus regulatorischen Vorgaben echte Marktvorteile zu formen.

    Zusätzlich wird durch die Regulierungen auch der Wettbewerb zum Treiber von Innovation, denn: Wer schneller auf die Anforderungen reagiert, sichert Marktanteile und kann sich als Technologieführer etablieren. Unternehmen und Verbraucher fordern ebenfalls Innovationen. „Viele unserer Kunden wünschen sich eine höhere Reinheit des Rezyklats, mehr Transparenz oder sie müssen ESG-Kriterien für ihre Shareholder erfüllen“, sagt Gotsche. Und für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist Nachhaltigkeit bereits heute ein Muss.

    Die strategische Vision – hin zu mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft – definiert die Richtung. Technologische Innovationen sind der Hebel, um diese Vision umzusetzen. Erwin HächlDr. Michael GotscheGeschäftsführer Krones Recycling

    Visionen: Die Zukunft wird digital und nachhaltig

    In den kommenden Jahren will sich Krones Recycling als führender Anbieter für zukunftsfähige Recycling-Technologien etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wird insbesondere in die Digitalisierung und Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz investiert. 

    Das betrifft vor allem das Optimieren der Sortierung: Durch den Einsatz von KI kann diese effizienter erfolgen, was wiederum die Reinheit erhöht. Speziell bei komplexen Materialströmen ist das von Vorteil. „Die klassische Sortierung basiert darauf, dass man nach Farben und nach Polymertypen sortiert. Dabei werden die Objekte vor der Zerkleinerung mit hoher Geschwindigkeit analysiert und sortiert. Das funktioniert bereits sehr gut, aber mit KI kann man perspektivisch noch einen Schritt weitergehen“, so Gotsche. Denkbar wäre beispielsweise, dass bereits in der Sortierung erkannt wird, um welches Objekt von welchem Hersteller und – daraus folgend – um welches Material es sich handelt. So könnte etwa Food-Grade-Material sofort aussortiert werden. „Kurz gesagt: Wenn die KI in der Lage ist, Joghurtbecher von Shampoo-Flaschen zu trennen, könnte man punktgenauer und effizienter recyceln“, so Gotsche. Bereits heute setzt Krones KI in diesem Bereich ein, aber das Optimierungspotenzial ist laut Gotsche riesig.

    Article 53040
    Aktuell wird hauptsächlich durch den Einsatz von Lasern sortiert. Künftig kann KI bei diesem Schritt die Sortierqualität deutlich verbessern.

    Zudem forscht Krones Recycling im Bereich der adaptiven Systeme. Diese können sich an die Input-Qualität anpassen, was die Materialqualität beim Output maßgeblich beeinflusst. Dazu läuft aktuell ein gemeinsames Projekt mit der RWTH Aachen, bei dem herausgefunden werden soll, wie sich die Qualität des Kunststoffabfalls auf die Waschparameter auswirkt. „Perspektivisch soll es so sein, dass bei schwankenden Materialqualitäten die Waschparameter automatisiert angepasst werden, sodass das Rezyklat am Ende eine gleichbleibende Qualität aufweist“, erklärt Gotsche. Die verbesserte Prozessqualität sorgt letztlich für mehr Energieeffizienz und kann Ausschuss deutlich reduzieren. 

    In eine ähnliche Richtung geht ein weiteres Forschungsprojekt zur datenbasierten Prozessoptimierung. Dabei werden KI und Machine Learning zur Vorhersage von Materialströmen und Wartungsbedarf eingesetzt. Diese vorausschauende Steuerung soll Stillstandzeiten senken und den Ressourceneinsatz weiter optimieren.  

    „Ziel dieser Forschungen sind am Ende vollautomatisierte Anlagen mit selbstlernenden Steuerungen, die maximal ressourcenschonend arbeiten“, sagt Gotsche. „Dabei sorgt die Optimierung von Ressourceneinsatz nicht nur für die von der Regulatorik geforderte ökologische, sondern auch für ökonomische Nachhaltigkeit für den Kunden – eine Win-win-Situation und ein Standard für Krones Recycling.“

    Design for Recycling – die gesamte Wertschöpfungskette im Blick

    Ein anderer innovativer Ansatz liegt im sogenannten Design for Recycling. Hier geht es darum, Verpackungen bereits im Designprozess so zu gestalten, dass sie am Ende einfacher, kostengünstiger und ressourcenschonender recycelt werden können. Dabei gewinnen auch Materialinnovationen an Bedeutung: „Wir gehen davon aus, dass neue Kunststoffe entwickelt werden, die von Anfang an für die Kreislaufwirtschaft optimiert sind und Recycling erheblich vereinfachen“, erklärt Matthias Dawartz und Geschäftsführer Dr. Michael Gotsche nennt ein Beispiel: „Bei laminierten Kunststoffen ist eine dünne Schicht Polyethylen mit einer dicken Schicht PET fest verklebt. Das erschwert das Recycling ungemein, weil man die beiden Schichten normalerweise nur schwer trennen kann. Dazu werden nun neue Klebstoffe entwickelt, die sich in der Recycling-Wäsche auflösen.“

    Wir gehen davon aus, dass neue Kunststoffe entwickelt werden, die von Anfang an für die Kreislaufwirtschaft optimiert sind und Recycling erheblich vereinfachen. Erwin HächlMatthias DawartzHead of Project Execution and Process Engineering

    In diesem Bereich arbeitet Krones eng mit der Industrie zusammen. „In unserem Flensburger Entwicklungszentrum können wir gemeinsam mit Industriepartnern ihre Material- und Produktideen in kleinen Mengen live auf der Testanlage prüfen“, sagt Dawartz. Auch die Zusammenarbeit mit Verbänden und anderen Stakeholdern, darunter unter anderem Petcore Europe, Plastics Recyclers Europe, die Association of Plastics Recyclers (APR) oder der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), ist sehr wichtig – etwa in Form interdisziplinärer Arbeitsgruppen, die sich damit beschäftigen, alle Aspekte der Wertschöpfungskette mit einzubeziehen.

    Neueste Innovationen auf der Messe

    Forschung und Entwicklung, so ist klar geworden, ist für Krones Recycling eine zentrale Aufgabe, denn Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Design bis zum Recycling – steht für die gesamte Krones Gruppe im Mittelpunkt ihres unternehmerischen Handelns. Es wird spannend zu sehen, welche innovativen Materialien, Methoden, Maschinen und Technologien dort in nächster Zeit entwickelt werden. Einen kleinen Ausblick geben Gotsche und Dawartz schon jetzt: Wer neugierig ist, sollte im Mai 2026 die Messestände von Krones auf der PSRE in Amsterdam und der IFAT in München besuchen.

    Mehr aus der Krones Welt

    In unserem Krones.shop können Sie ganz einfach ein unverbindliches Angebot anfragen.

    Neumaschine anfragen
    krones
    krones
    0
    10
    1