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    Aseptik auf der Überholspur

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    Aseptik bekommt gerade neuen Rückenwind, denn: Abfüller wollen eine höhere Geschwindigkeit, mehr Flexibilität und trotzdem maximal mikrobiologische Sicherheit. Krones arbeitet dafür an Lösungen, die Umrüstungen beschleunigen, Prozesse stabilisieren und die aseptische Kette durchgängig absichern – von der Preform bis zur fertigen Flasche.

    Aseptische Abfüllung ist längst kein Nischenthema mehr. Sie entwickelt sich zu einem zentralen Hebel, wenn es darum geht, sensible Getränke und flüssige Lebensmittel mit hoher Produktqualität, effizientem Ressourceneinsatz und maximaler Prozesssicherheit industriell zu verarbeiten und abzufüllen. Der Anspruch der Abfüller ist dabei eindeutig: mehr Geschwindigkeit und mehr Flexibilität, ohne dass die mikrobiologische Barriere an einer Stelle der Prozesskette nachgibt. Genau in diesem Spannungsfeld setzt Krones an: Performance entsteht dort, wo der Prozess stabil bleibt – und Stabilität entsteht dort, wo Technologie menschliche Eingriffe reduziert, Schnittstellen minimiert und hygienische Risiken ausschließt.

    Drei Treiber, ein Systemgedanke: Kosten, Sicherheit, Leistung

    „Wer aseptische Anlagenlösungen in die Breite bringt, muss drei Dinge gleichzeitig beherrschen: wettbewerbsfähige Produktionskosten, Sicherheit und eine skalierbare Output-Range – von kompakten Linien bis zum Hochleistungssegment“, erklärt Michael Gschwendner, Head of Aseptic Filling. Krones richtet seine Aseptik-Entwicklung konsequent an dieser Trias aus. Dahinter steht ein Systemverständnis: Aseptik ist nur dann wirtschaftlich und zuverlässig, wenn Sterilisation, aseptisches Streckblasen, Flaschen-Handling, Füll- und Verschließtechnik und Umrüstbarkeit als integriertes Gesamtsystem funktionieren.

    Wer aseptische Anlagenlösungen in die Breite bringt, muss drei Dinge gleichzeitig beherrschen: wettbewerbsfähige Produktionskosten, Sicherheit und eine skalierbare Output-Range – von kompakten Linien bis zum Hochleistungssegment. Erwin HächlMichael Gschwendner Head of Aseptic Filling bei Krones

    Durchgängige mikrobiologische Sicherheit

    Krones arbeitet seit fast 30 Jahren im Bereich der aseptischen Abfüllung von PET-Flaschen und hat die technologische Entwicklung in diesem Feld kontinuierlich mitgestaltet. Von frühen Konzepten der aseptischen Flaschensterilisation bis hin zur Preform-Sterilisation wurden über viele Jahre leistungsfähige Lösungen etabliert, die ein hohes Produktionsniveau ermöglichen – bisher bei einer Leistung von bis zu 60.000 Behältern pro Stunde.

    Mikrobiologische Sicherheit entsteht in der Aseptik also nicht an einem einzelnen Aggregat. Sie ist das Ergebnis einer durchgängigen Kette – und beginnt dort, wo die Ausgangslage festgelegt wird: bei der Preform-Sterilisation
     
    Mit dem Entkeimungssystem Contipure adressiert Krones die Herausforderung, das zentrale Spannungsfeld der Preform-Sterilisation zu beherrschen: hohe Linienleistung, zuverlässige Entkeimungsleistung und gleichzeitig minimale H₂O₂-Rückstände. Das Sterilisationsmodul verbindet kompaktes Design mit maximaler Dekontaminationseffizienz und ist so ausgelegt, dass sich die Prozessführung an das reale Produktportfolio des Kunden anpassen lässt und so hohe Flexibilität ermöglicht. 
     
    Dadurch werden zwei Risiken reduziert, die typischerweise bei hohen Geschwindigkeiten auftreten: Erstens sinkt der Bedarf, mit überdimensionierten Sicherheitsmargen zu arbeiten, die oft zu Leistungseinbußen führen. Zweitens wird die Prozessstabilität bei wechselnden Anforderungen gestärkt – ein wesentlicher Baustein für durchgängige mikrobiologische Sicherheit im Alltag.

    High-Speed-Aseptik: Stabilität bei maximaler Leistung

    Wenn Liniengeschwindigkeiten in Richtung Hochleistung, also über 60.000 Behälter pro Stunde, wachsen, steigen die Anforderungen an sicheres Behälter-Handling und Prozessstabilität überproportional. Ein scheinbar kleines Thema wie Produktaustritt beim Füllen oder Verschließen kann dann schnell zum Hygienerisiko oder Effizienzproblem werden. 
     
    Krones adressiert diese Realität mit dem Contipure AseptBloc als Hochgeschwindigkeits-Konzept mit dem Prinzip des dualen Füllens. Der Systemaufbau ist darauf ausgelegt, hohe Leistung stabil zu beherrschen: Eine aseptische Blasmaschine speist zwei Füller- und zwei Verschließerkarusselle. Dabei sind konkrete Betriebsziele Teil des Hygienekonzepts: kein Überschwappen beim Füllen oder Verschließen, präzises Flaschen- und Verschluss-Handling und reduzierte Wartungsbedarfe. 
     
    Als technologische Referenz dient die Hochleistungsbasis aus dem konventionellen Krones Portfolio: Der ErgoBloc L für 100.000 PET-Behälter pro Stunde markiert die Größenordnung, an der sich diese aseptische Dual-Logik orientiert – und zeigt, dass Highspeed nicht als isolierte Kennzahl gedacht ist, sondern als Ergebnis einer stabilen Plattformarchitektur.

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    Als technologische Referenz für das Prinzip des dualen Füllens auch in der Aseptik dient die Hochleistungsbasis aus dem konventionellen Krones Portfolio, dem ErgoBloc L für den Highspeed-Bereich.

    In der Praxis entscheidet aber nicht allein die maximale Ausbringung pro Stunde über die Performance einer aseptischen Linie, sondern die produktive Zeit. Wer häufige Produkt- und Formatwechsel fährt, kennt das Kernproblem: Jede Umstellung kostet Zeit – und jeder Eingriff in den Sterilbereich erhöht Aufwand und Stillstand. 
     
    Krones setzt deshalb auf Umstellkonzepte, die Geschwindigkeit und Hygienesicherheit gleichzeitig erhöhen. Die entsprechenden UnitXpress Bausteine aus dem LineXpress Konzept sind darauf ausgelegt, Format- und Produktwechsel in Minuten zu realisieren, ganz ohne menschliche Intervention im Sterilbereich. In Kombination mit dem stufenlos regelbaren aseptischen PFR Ventil ist der Getränkebetrieb für Produktneueinführungen gut vorbereitet und flexibel aufgestellt. Das Ergebnis ist ein echter Doppelgewinn: weniger Stillstand, weniger potenzielle Kontaminationspfade.

    Prefero: wenn Verpackung und Aseptik zusammenrücken

    Bei Geschwindigkeit und Sicherheit ist das Reduzieren von Schnittstellen essenziell. Genau hier setzt die Integration der PET-Spritzgießmaschine Prefero als Entwicklungsperspektive an. Ziel ist es, Preform-Herstellung und aseptische Abfüllung künftig noch enger miteinander zu verzahnen. In diesem Ansatz werden Spritzgießverfahren und aseptische Abfüllung nicht mehr getrennt betrachtet, sondern als potenziell eng gekoppelte Prozesskette gedacht. Die systemische Wirkung liegt auf der Hand: Minimierte Übergabepunkte bedeuten weniger Handling und reduzierte Hygienerisiken. Konkret wird das Prefero System als Erweiterung des Contipure AseptBloc gedacht, an den die Verpackung künftig direkt angebunden werden soll.

    Warum Aseptik wächst: Produktqualität, Energie, Lightweight
    Entwicklungsperspektive: In diesem Ansatz werden Spritzgießverfahren und aseptische Abfüllung nicht mehr getrennt betrachtet, sondern als potenziell eng gekoppelte Prozesskette gedacht.

    Warum Aseptik wächst: Produktqualität, Energie, Lightweight

    Aseptik gewinnt nicht nur aus hygienischer Perspektive an Bedeutung, sondern auch als Antwort auf Marktanforderungen. Gerade bei Säften und sensiblen Produkten ist der Unterschied zu klassischen Heißabfüllungskonzepten relevant, denn: Die dort übliche längere Wärmeeinwirkung beeinflusst die Produktqualität. Aseptische Prozesse ermöglichen dagegen mikrobiologische Sicherheit und einen sicheren Abfüllprozess mit kurzer thermischer Belastung – mit dem Ziel, Qualitätseindruck und Inhaltsstoffe näher am als „frisch“ wahrgenommenen Profil zu halten. 
     
    Hinzu kommen Energie- und Nachhaltigkeitsaspekte. Gegenüber Heißabfüllung oder der Produktion von Frischprodukten, die entlang der gesamten Lieferkette gekühlt werden müssen, kann eine aseptische Lösung deutlich energetische Vorteile bringen: Die Abfüllung ist bei Raumtemperatur möglich, und vor allem entfällt die durchgängige Kühlkette bei Lagerung, Transport und Distribution. Dadurch sinken Energieverbrauch und CO₂-Emmissionen nicht nur in der Produktion, sondern auch im gesamten Logistikprozess erheblich. Außerdem erlaubt auch aseptische Abfüllung, sensible Produkte in sehr leichten Flaschen haltbar abzufüllen. Genau diese Nachhaltigkeitsaspekte treiben in vielen Märkten die Umstellung.

    Greifbare nächste Schritte: Contipure Modul und Prefero im Feld

    Neben den technologischen Zielen sind konkrete, kurzfristige Meilensteine entscheidend – denn sie zeigen, wie schnell Innovation in belastbare Industriepraxis überführt wird. 
     
    Für den Contipure AseptBloc mit dem neuen Contipure Modell ist als nächstes ein Feldtest vorgesehen, der jetzt im Frühjahr in den Produktionsbetrieb geht. Dabei soll eine Highspeed-Preform-Sterilisation mit den beschriebenen Merkmalen unter realen Linienbedingungen validiert und letztlich dann in einen Standard überführt werden.   
     
    Für das Zusammenspiel von Prefero mit dem Contipure AseptBloc ist eine erste Umsetzung in Asien im weiteren Jahresverlauf geplant. Damit rückt die Kooperation von Preform-Produktion und aseptischer Abfüllung von der Konzeptphase in die Realität – ein wichtiger Schritt, um die Vorteile in der Praxis zu belegen.

    Zukunftsfähige Aseptik entsteht aus Robustheit, Integration und Geschwindigkeit

    Die nächste Evolutionsstufe der Aseptik entsteht also dort, wo Leistung und mikrobiologische Sicherheit nicht isoliert voneinander optimiert werden, sondern gemeinsam. Automatisierte Umrüstungen ohne Eingriff in den Sterilraum, mikrobiologisch sichere und stabile Sterilisation und Abfüllung, integrierte Prozessketten und skalierbare High-Performance-Blockkonzepte sind die Bausteine, mit denen Krones diese Entwicklung vorantreibt. Die Ziele sind klar: maximale produktive Zeit, hohe Flexibilität und eine durchgängige mikrobiologische Barriere – auch unter realen, dynamischen Produktionsbedingungen.

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