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    Gesund, erfrischend – und alkoholfrei: der Biermarkt im Wandel

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    Bierbrauen ist eine Jahrhunderte alte Tradition. Jedoch sinken die Konsumzahlen aktuell vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz – doch Not macht erfinderisch, wie viele Brauereien zeigen: Nicht-alkoholische Erfrischungsgetränke werden immer beliebter – und dazu zählt auch das alkoholfreie Bier. 

    Dabei ist die Geschichte des alkoholfreien Biers älter, als man vielleicht denkt. Bereits ab 1900 gab es immer wieder Versuche, alkoholfreie Biervarianten herzustellen. Insbesondere zur Zeit der amerikanischen Prohibition in den 1920er und 1930er Jahren wurde intensiv an der Herstellung alkoholfreier Biere gearbeitet. Anfängliche Verfahren wie das frühe Stoppen der Gärung oder das Verdünnen des Getränks führten allerdings zu geschmacklich wenig überzeugenden Alternativen. Einen richtigen Aufschwung gab es erst in den 1970er Jahren: Neue Verfahren wurden erforscht und die bereits in den 1930er Jahren entwickelte Vakuumdestillation zur Entalkoholisierung für den Markt perfektioniert. Die Möglichkeiten zur Herstellung alkoholfreier Biere wurde nach und nach um weitere Verfahren wie die Membranfiltration, den Einsatz von Spezialhefen oder die Aromarückgewinnung erweitert. In Deutschland wagten sich seit der Jahrtausendwende dementsprechend immer mehr Brauereien auf das Terrain der alkoholfreien Biere, die sich heute als echte Alternativen auf dem Markt etablieren konnten. 

    Deutscher Bierkonsum sinkt – alkoholfreier Sektor steigt

    Dass dieses zweite Standbein auch nötig ist, zeigt ein Blick auf die Marktzahlen. Laut Analysen von GlobalData ist der Konsum von traditionellem, also alkoholhaltigem Bier seit 2022 deutschlandweit rückläufig. Gleichzeitig lässt sich der Trend beobachten, dass Konsumentinnen und Konsumenten immer öfter zu alkoholfreien Biervarianten greifen (siehe Grafiken unten). Der Sektor für alkoholfreie Biere kann in Deutschland daher sogar ein leichtes Wachstum über die letzten Jahre verzeichnen. 

     

    Doch der Trend betrifft nicht nur den deutschen Biermarkt. Weltweit steigt das Interesse an alkoholfreien Erfrischungsgetränken – und zwar nicht nur an alkoholfreiem Bier, sondern auch an Mocktails und alkoholfreien Spirituosen. GlobalData hat diesen Trend deshalb genauer untersucht und durch eine Umfrage aus dem Jahr 2023 festgestellt, dass er vor allem durch die jüngeren Generationen wie Gen Y und Gen Z begünstigt wird (siehe Grafik). Auch die vielfältigen Gründe für diese Entwicklung hat GlobalData analysiert, denn sie zu verstehen, kann den Getränkeherstellern dabei helfen, sich auf die zukünftigen Anforderungen des Markts einzustellen. 

    Ein Wandel im Denken: Die Gesundheit steht im Vordergrund 

    Es ist auffällig, dass die Nachfrage an alkoholfreien Erfrischungsgetränken insbesondere seit den frühen 2020ern stark ansteigt. Begründen lässt sich das Phänomen laut GlobalData mit einem gesellschaftlichen Umdenken: Die körperliche Gesundheit hat nach der Pandemie bei vielen Menschen einen höheren Stellenwert eingenommen als zuvor. Das Streben nach einer gesünderen Lebensweise wirkt sich dabei auch auf das Konsumverhalten aus. So ist einer der Schlüsselfaktoren beim Kauf eines Produkts, wie dieses sich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Auf Inhaltsstoffe, die als ungesund gelten, möchten Konsumentinnen und Konsumenten dementsprechend verzichten. Bei Softdrinks wird die zuckerfreie Variante präferiert, bei traditionell alkoholhaltigen Getränken greift man nun vermehrt zur alkoholfreien Alternative. 

    Offen für Neues
    Die meisten Biersorten zählen zu den isotonischen Getränken, weshalb alkoholfreies Bier Wasser- und Mineralstoffverluste nach dem Sport ausgleichen kann. Zudem enthält es auch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Magnesium, Kalium und B-Vitamine.

    Offen für Neues 

    Einen weiteren Grund für den Boom alkoholfreier Erfrischungsgetränke sieht GlobalData in der Experimentierfreudigkeit der jüngeren Generationen. Diese seien nicht mehr so stark an die traditionellen Produkte der Bier- und Spirituosenbranche gebunden und offener für kreative, neue Geschmacksrichtungen. Einer Umfrage von Mintel zufolge wären dementsprechend 62 Prozent der deutschen Biertrinkenden zwischen 18 und 34 Jahren daran interessiert, ein Biermischgetränk mit Fruchtsaft zu probieren. Dadurch entstehen für klassische Brauereien Herausforderungen, aber auch Chancen: Innovative alkoholfreie Biere können den Wunsch nach einer gesünderen Alternative mit neuem Geschmack verbinden. 

    Offen für Neues II
    Auf der BrauBeviale 2024 konnten Besucherinnen und Besucher ein alkoholfreies Kirschbier aus Belgien probieren, das mithilfe der Umwälzeinheit Poseidon von Steinecker produziert wurde.

    Neben dem Fokus auf Gesundheit und der Offenheit für neue, ansprechende Produkte spielen für die Konsumentinnen und Konsumenten natürlich auch andere Aspekte eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Laut Mintel wird beispielsweise die Nachhaltigkeit beim Herstellungs- und Verpackungsprozess in den kommenden Jahren ebenfalls an Bedeutung gewinnen.  

    Insgesamt sind sich beide Studien einig, dass Konsumentinnen und Konsumenten bereit sind, einen angemessenen Preis für hochwertige alkoholfreie Erfrischungsgetränke zu zahlen, da diese – wie ihre alkoholhaltigen Pendants – immer noch als besonderer Genuss angesehen werden. 

    Ein Trend, der den Markt beeinflusst

    Doch wie sieht es in der Praxis aus? Europa ist der Vorreiter für alkoholfreie Biervarianten. GlobalData hat erhoben, dass im Jahr 2023 rund zwei Drittel aller alkoholfreien Biere aus Europa stammte, gefolgt von dem asiatischen Raum mit knapp einem Viertel (siehe Grafik unten). Diese Daten spiegeln sich auch im Bereich Vertrieb von Steinecker wider, dem zufolge die größte Nachfrage an Lösungen für alkoholfreie Biere aus Mitteleuropa und Südostasien erfolgt. Die Brauereien in diesen Regionen versuchen, sich durch das Angebot von alkoholfreien Erfrischungsgetränken breiter aufzustellen, anstatt sich weiterhin „nur“ auf das klassische Biergeschäft zu verlassen. Auch im Mittleren Osten sieht Steinecker eine große Nachfrage. Die Besonderheit: Es werden explizit Halal-zertifizierte Biere mit 0,0 Volumenprozent Alkoholgehalt angefragt, um eine Alternative zu alkoholfreien Süßgetränken bieten zu können.  

    Aber auch bei den Regionen, in denen 2023 alkoholfreie Biere noch eine geringe bis gar keine Relevanz hatten, tut sich was: In Lateinamerika, Australien und Ozeanien kommt der Trend mittlerweile auch an und die Tendenz der Nachfrage ist steigend. Weniger relevant scheint das Thema alkoholfreies Bier für Nordamerika und Afrika zu sein. In Nordamerika gibt es laut Steinecker aktuell nur eine kleine, aber recht stabile Nachfrage. Lediglich in Afrika gewinnt weiterhin vor allem das alkoholhaltige Bier an Beliebtheit – die alkoholfreien Varianten spielen offenbar (noch) keine Rolle. 

    Poseidon – die Lösung für alkoholfreie Biere mit 0,0 Volumenprozent Alkohol

    Auch Steinecker hat auf die steigende Nachfrage an alkoholfreien Bieralternativen bereits reagiert. Mit einer speziellen Variante der Umwälzeinheit Poseidon können Biere mit 0,0 Volumenprozent Alkohol hergestellt werden. Der Schlüssel: das Verfahren, kombiniert mit sogenannten Crabtree-negativen Hefen. Denn diese erzeugen in einem sauerstoffhaltigen Milieu Aromastoffe, ohne dass dabei Alkohol entsteht. Mit Poseidon wird eine passende Belüftung und Durchmischung gewährleistet, damit der Fermentationsprozess gleichmäßig und effizient abläuft. Auf diese Weise entstehen hochwertige, alkoholfreie Biere. In Kombination mit der Halal-zertifizierten NEER-Hefe können auch Biere mit 0,0 Volumenprozent Alkohol und entsprechendem Halal-Zertifikat produziert werden.

    Gleichzeitig ermöglicht Poseidon eine kostengünstige Produktion, da das System im Vergleich zu anderen Verfahren nur die Hälfte der Rohstoffe benötigt und eine kurze Prozessdauer von unter vier Tagen erzielt. Durch die Einsparung von Wasser- und Energiekosten wird der Prozess zeitgleich auch umweltfreundlicher. Ein echter Allrounder also – für hochwertige, umweltfreundliche und bezahlbare alkoholfreie Bieralternativen. 

    Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie bereits alkoholfreie Biere probiert oder gehören diese sogar schon zu Ihrem festen Alltag? Falls nicht, bietet sich im traditionellen „Dry January“ die perfekte Gelegenheit dazu. Der Gesundheit zuliebe verzichten Teilnehmende dieses Trends im Januar auf den Konsum von Alkohol. Seien auch Sie dieses Jahr dabei und nutzen Sie die Zeit, alkoholfreie Varianten kennenzulernen. Ob ein neues alkoholfreies Bier, leckere Mocktails oder sogar alkoholfreien Gin: Sie haben reichlich Auswahl, das ist sicher! 

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